Ich flieg mal eben ins Weltall
Na gut, ich wahrscheinlich eher weniger. Aber es ist schon bald möglich. Zumindest mit dem nötigen Kleingeld. Heute wurde nämlich ein Spaceshutle vorgestellt, das ab 2011 den Kurztrip ins Weltall möglich machen soll. Für läppische 200′000 Dollar gehts mit der Fähre für zwei bis drei Stunden auf Reisen. Fünf Minuten darf man schwerelos herumschweben und die blaue Kugel einmal von oben betrachten. Es klingt wie ein futuristischer Kindheitstraum, aber es könnte bald Realität sein.

Was so ein Flug wohl an CO2 produzieren wird? Vielleicht sprechen die Experten in Kopenhagen dieses Thema ja auch noch an. Egal was an der Konferenz so zu Stande kommt, sicher ist, dass sie selbst nicht gerade das beste Vorbild in Sachen Umweltfreundlichkeit ist. Wie der Tagi heute berichtete, produziert die Konferenz während den zwei Wochen so viel CO2 wie eine Stadt mit 150′000 Einwohnern in der gleichen Zeit. So paradox kann die Welt manchmal sein. Über die Temperatur der Zukunft debattieren, aber selbst Luxuslimousinen aus dem Ausland einfahren. Ob das was wird?
Paranormal Activity
Die cineastische Horror-Landschaft war in den letzten Jahre geprägt durch Splatter-Orgien, Sägen-Massaker und bayische Mördergestalten, deren 18-jährige Model-Opfer mit Vorliebe in weissen Tops und im strömenden Regen ermeuchelt wurden. Doch dieses Jahr wurde mit dieser Monotonie richtig aufgeräumt. Schon im Sommer zeigte uns Sam Raimi mit seinem Old School Streifen “Drag me to hell”, das Horror auch heute noch gut sein kann. Und nun kommt ein Low-Budget Film daher und lehrt seinen Genre-Kollegen ordentlich das Fürchten. Und das völlig zu Recht.
Minarett die 2.
Das Schweizer Minarett-Verbot geht um die Welt und stösst in den internationalen Medien und Regierungen auf grösstes Unbehagen. Was mir dann aber doch zu weit geht, ist der Aufruf Egemen Bagis, des türkischer Europaminister. Er ruft alle Muslime auf, ihr Geld aus Schweizer Banken abzuziehen und äussert so seine Meinung zur Verbots-Problematik. Sich darüber so zu echauffieren, mutet gerade zu lächerlich an, gibt es doch in der Türkei immer noch Verfolgungen bis Ermordungen auf Christen. Bei aller Wut gegen das Minarett-Verbot, die Schweiz respektiert immer noch die grundlegende Religionsfreiheit und hat mit allem, bis eben den Minaretten, kein Problem. Ein grosser Vorsprung vor der Türkei!
Ausserdem kann ich noch einen sehr lesenswerten Essay des Autors Charles Lewinsky zum Resultat der Initiative empfehlen.
who is the leader of china?
Ist es nicht immer wieder schön, wenn man auf unendlich alte Videos trifft, die man schon längts vergessen hatte und fast mehr Spass dabei hat als damals? Heute wieder passiert mit einem uralten Klassiker, den man einfach immer wieder verlinken darf!
Wochenende
Da bin ich wieder! Die längere Flaute hier auf der Seite war leider krankheitsbedingt. Eine üble Grippe hat mich das ganze Wochenende ans Bett gefesselt. Wie immer natürlich zu einem völlig falschen Zeitpunkt. Wenn es wenigstens eine sensationelle Ansteckung gewesen wäre. Nach einer Schweinegrippe-Impfung zum Beispiel. Naja, man kann nicht alles haben.
Dann war dieses Wochenende natürlich noch die Abstimmung in der Schweiz. Erstmal kurz zur Initiative für eine Kriegsmaterialexportverbot. Grundsätzlich musste sich der bedachte Stimmbürger zwischen moralischer Verpflichtung und Sicherung von Arbeitsplätzen entscheiden. Die Initiative wurde abgeschmettert. Durchaus verständlich in der heutigen Zeit, in der Arbeitsplätze langsam aber sicher zum höchsten Gut aufsteigen. Natürlich hätte die Schweiz ein Zeichen setzen können, für den Frieden und für die Neutralität. Trotzdem ist die Ablehnung voll und ganz nachvollziehbar.
Die riesige Überraschung war jedoch der Ausgang der Initiative für ein Minarett-Verbot. Obwohl jegliche Meinungsforscher im Vorfeld keine Chance für das Verbot sahen, wurde sie gestern mit fast 58% angenommen. Als erstes Land in Europa hat die Schweiz Minarette verboten. Die direkte Demokratie bringt eben auch mit sich, dass solche Entscheide vom Volk getroffen werden können, auch wenn sie an für sich seltsam anmuten. Der Ausgang der Abstimmung hat gezeigt, dass Angst vor fremden Kulturen ein immer stärkerer Faktor wird. Denn ein Minarett-Verbot löst keine Probleme. Im Gegenteil, sie schafft eher neue. Denn die unaufhaltsame Islamisierung, die offensichtlich viele Schweizer beunruhigt, wird dadurch keineswegs ausgebremst. Viel mehr liefert man dem radikalen Islam neue Argumente. Mit einer solchen Politik von Hass und Intoleranz setzt man völlig falsche Zeichen. Trotzdem gilt es jetzt das Verbot anzunehmen, Sinn hin oder her. Im Namen der Demokratie gibt es nun einmal solche Entscheide. Aufzupassen gilt es nun aber, dass die Glaubensfreiheit nicht weiter eingeschränkt wird. Minarette braucht es zugegebenermassen nicht unbedingt, auch wenn das kein Argument sein sollte. Wenn jedoch plötzlich beispielsweise Kopftücher verboten werden sollen, wird eine heikle Grenze überschritten.
Spannend bleibt, was das Verbot alles noch nach sich zieht. Ich hoffe inständig, dass es keine zu grossen wirtschaftlichen oder anderweitig schlimmen Folgen hat. Am falschen Punkt setzt es meiner Meinung nach auf jeden Fall an!
hab krankhaft gier
Filmkritik noch ein letztes Mal verschoben! Heute dafür zwei Texte vom Slam 09, die die beiden grossen Themen des Jahres auf den Arm nehmen: Kapitalismus und Krankheit. Viel Spass!
V8 in the kitchen
Filmkritik zu “Paranormal Activity” gibts wahrscheinlich (!) morgen. In der Zwischenzeit ein Video, dass zeigt, was man mit einem V8-Motor noch so alles anstellen kann.
Modern Warfare Diskussion
Schon der erste Teil der Call of Duty Modern Warfare Reihe hat mit seinen sehr realistischen Darstellungen eine Kontroverse ausgelöst. Der nun erschienene zweite Teile toppt seinen Vorgänger in dieser Hinsicht auf jeden Fall. Eigentlich spricht die Presse nur über eine Spielszene. Darin schlüpft der Spieler in die Rolle eines Undercover Agenten, der in eine Gruppe von Terroristen eingeschläust wurde. Diese setzen ihr geplantes Attentat auf einen Flughafen in die Tat um. Um nicht aufzufallen, muss der Spieler die Terroristen mit ihren eigenen Waffen täuschen. Das heisst ganz konkret, es wird in einen Haufen von Zivilisten geschossen. Zumindest in der “normalen Version”. In Deutschland sieht der Spieler zu, wie eine Gruppe von Zivilisten getötet wird, wird aber bestraft, wenn er selbst auf Unbewaffnete feuert.
Eine klare Grenzüberschreitung, die sich ein “Mainstream”-Spiel bis heute noch nicht getraut hatte. Falls ihr euch für das moralische Dilemma dahinter interessiert, möchte ich euch eine Diskussionsrunde von GameOne ans Herz legen, die äusserst gelungen ist und ich zu 100% so unterschreiben würde.
handfeste Niederlage
Ich komme gerade von “Paranormal Activity” zurück, kann darum wahrscheinlich eh nicht schlafen und schreibe deshalb noch meine Gedanken nieder. Morgen gibts wahrscheinlich mehr zum Theme Dämonen in eurem Schlafzimmer in Form einer Filmkritik. Jetzt aber erstmal zum Fusball…
Der Image-Macher
Das Image von Unternehmen, Firmen und Marken ist wohl eines ihrer höchsten Güter, schliesslich ist es eine essentielle Grundlage von Kaufentscheiden. Besonders in Krisenzeiten, wird das Image wohl noch wichtiger. Verlieren die Kunden ihr Vertrauen, wird das Gut noch schneller substituiert oder schlicht und einfach nicht mehr gekauft, da auf die Ausgaben eher genauer geachtet wird. Nun kommt für die Schweizer Firmen dazu, dass die Schweiz selbst, in letzter Zeit nicht nur gute Schlagzeilen gemacht hat, um es einmal nett auszudrücken. Da war oder ist der Steuerstreit mit Deutschland, den USA und Italien. Gaddafis Auflösungs-Antrag. Polanski… und und und. Natürlich trifft das nicht die ganze Schweizer Wirtschaft, jedoch kann ich mir gut vorstellen, dass Produkte, die besonders mit der Schweiz assoziert werden, von einem Image-Verlust betroffen sein könnten.