Mediale Ablenkung
Das Internet ist vielleicht die wichtigste Erfindung des 20. Jahrhundert. Es erlaubt den Menschen Dinge, von denen man vor Jahren nur zu träumen wagte. Zum Beispiel sich mit einem Freund aus Chile gratis zu unterhalten und ihn dabei das erste Lächeln seines Nachwuchs zu zeigen. Das Internet ist für mich die grösste Errungenschaft der Neuzeit, bin ich aber ehrlich mit mir selbst, auch die grösste Zeitverschwendung meines Lebens. Eine Erkenntnis die in ihrer Wahrheit immer dann bestätigt wird, wenn Arbeit an die Tür klopft. Dieses Wochenende wurde die Tür regelrecht eingestürmt. Es galt eine Arbeit von ungefähr 10 Seiten zu schreiben. Keine ganz einfache Sache, müssen doch alle wissenschaftlichen Kriterien erfüllt werden. Samstag und Sonntag wurden ins Schreiben investiert. Letztlich stand eine wissenschaftliche Arbeit von ungefähr 8 Seiten auf den Beinen. Ich versuche mich an einer Analyse der Geschehnisse.
Wenn Journalisten Amok laufen
Vor zwei Wochen stürmte ein 18-Jähriger das Gymnasium in Ansbach, bewaffnet mit einer Axt und verletzte mehrere Schüler. In der Schweiz war dieser Vorfall kein grosses Thema. In Deutschland natürlich schon. Dass die Medien darüber berichten müssen, steht ausser Frage, doch wie die Berichterstattung in diesem Fall zu reinem Sensationsjournalismus ausgeartet ist, macht mich mindestens so betroffen wie die Tat selbst. Ein Video des NDR zeigt wie rücksichtslos mit betroffenen Schüler umgangen wurde und welche perfiden Strategien Journalisten teilweise verfolgen.